Im Sommersemester 2025 wurde von Prof. Markus Stroppel in
Kooperation mit
dem Ökumenischen
Zentrum (ÖZ) ein
Fotowettbewerb zum Thema Symmetrie mathematisch interpretiert und
bildnerisch umgesetzt
veranstaltet.
Die Studierenden der Vorlesung Höhere Mathematik für
Ingenieurstudiengänge und natürlich aller Mathematikstudiengänge
konnten Fotos mit einer kurzen Erläuterung einsenden.
Im Rahmen einer Ausstellung wurden die Bilder in einer
Speed-Pitching-Session am 15.7.2025 der Jury vorgestellt. Nach der
kurzer Beratung erfolgte die Prämierung.
Die hier vorgenommene Reihung ist zufällig und entspricht nicht
der Bewertung durch die Jury.
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Bild
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Titel
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Erklärung
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ohne Titel
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Die Erläuterung des Bezugs zwischen dem Bild und dem mathematischen Sachverhalt ist trivial und ist als Übung für den Leser gedacht.
Dennoch ist es interessant zu beobachten, dass ein QR-Code auch gespiegelt noch eingescannt werden kann.
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Runde Ebenen
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Das Dach des Fernbahnhofs am Frankfurter Flughafens stellt eine, von
den Architekten erdachte, runde Form dar.
Bei genauerer Betrachtung lässt sich allerdings feststellen, dass die Form aus einzelnen, flachen Elementen zusammengesetzt ist. Die Analogie zur Mathematik liegt hier aus meiner Sicht in der Computerdarstellung einer Funktion in zwei veränderlichen, die in diesem Fall symmetrisch ist zu zwei senkrechten Ebenen, welche orthogonal zueinander stehen. Die restlichen Elemente wie zum Beispiel die Aufzüge, die Fliesen oder die Aussparung im Boden in der Mitte des Raumes fallen auch in diese Symmetrie.
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Symmetrie im Kleinen
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„Symmetrie im Kleinen“ von Lothar Hörl
Das Bild zeigt die Klaue einer Hornisse, die spiegelsymmetrisch ist. Diese Symmetrien der Natur
bleiben dem normalen Auge leider verwehrt und werden erst bei starker
Vergrößerung sichtbar.
Das
Bild entstand mit einem 20x Mikroskopobjektiv an einer Systemkamera. Dabei wurden über 200
Bilder in verschieden Schnittebenen gemacht, die im Nachgang zu einem durchgehend scharfen Bild
zusammengerechnet werden (Zerene Stacker).
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Reflexion in der Natur
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Die Spiegelung der Bäume und des Himmels im Wasser stellt
eine Achsensymmetrie dar.
In der Mathematik spricht man von
Achsensymmetrie, wenn eine Figur durch eine Spiegelung an einer
Achse auf sich selbst abgebildet werden kann. Hier wirkt die
Wasseroberfläche wie eine Spiegelachse: Die Strukturen oberhalb und
unterhalb der Wasserlinie erscheinen (annähernd) deckungsgleich, nur
seitenverkehrt.
Dieses Naturphänomen verdeutlicht anschaulich das
Konzept der spiegelnden Symmetrie, wie sie in der Geometrie behandelt
wird.
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Spiegelwelt
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f(x)=f(-x)
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Wie im Titel schon angehaucht, ist in diesem Treppenhaus eine Spiegelsymmetrie entlang der Vertikalachse aufzufinden. Zudem ist eine senkrecht periodische Treppenauslegung pro Stockwerk auffällig.
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Summende Harmonie
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Pfitzauf
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1
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Erläuterung Bild 1
Auf dem Bild ist Pyrit zu sehen, der aus quaderförmigen Einkristallen
aufgebaut ist.
Kristalle sind
aus einer Einheitszelle aufgebaut, die bestimmte Symmetrieeigenschaften besitzt. Wenn diese
Einheitszelle periodisch fortgesetzt wird, bleiben die Symmetrieeigenschaften in der
Kristallgestalt nach außen hin sichtbar.
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2
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Erläuterung Bild 2
Auf dem Bild ist Pyrit zu sehen, der aus quaderförmigen Einkristallen
aufgebaut ist.
Kristalle sind aus einer Einheitszelle aufgebaut, die bestimmte Symmetrieeigenschaften besitzt. Wenn diese
Einheitszelle periodisch fortgesetzt wird, bleiben die Symmetrieeigenschaften in der
Kristallgestalt nach außen hin sichtbar.
Dies kann auch anhand des Bergkristalls im Hintergrund beobachtet
werden.
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3
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Erläuterung Bild 3
Auch wenn uns im Leben scheinbar selten Symmetrien begegnen, so wird mit diesem Bild das
Gegenteil gezeigt.
Zunächst einmal ist ein Spiegel zu sehen. Dieser spiegelt die „grüne Insel“
wider, da vieles in der Natur symmetrisch aufgebaut ist, was beispielsweise durch die
Blütenblätter zu sehen ist. Als Spitze dieser Erkenntnis ist der Pyrit dargestellt, da man dessen
Symmetrien nicht nur anhand der zusammengewachsenen Quader sieht, sondern auch auf
molekularer Ebene.
Im Hintergrund ist weiterhin die Backsteinmauer zu sehen, die von
Menschen erbaut wurde.
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Prähistorische Reihe
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Farne leben seit Millionen von Jahren auf unserer Erde und bereichern auch heute noch
den Campus der Universität Stuttgart mit ihrer beruhigenden Symmetrie, die also nicht
nur UNS Mathematiker erfreut, sondern auch sicherlich damals die Dinosaurier. Sie ergibt
sich aus den fein abgestimmten Wachstumsmustern ihres Zellwachstums und führt zu den
berühmen fraktalen Mustern, in denen immer weitere kleinere “Kopien” vorkommen.
Sicherlich ließe sich auch eine Wachstumsfunktion berechnen ;)
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Tourenwagen am Fernsehturm
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Auf dem Bild sieht man links einen BMW 3er E30 und rechts einen
Mercedes Benz 190E.
Die Symmetrie, hier durch den Fernsehturm verdeutlicht, liegt in der
Geschichte der beiden Autos.
Sie waren direkte Konkurrenzmodelle und sind auch in der DTM gegeneinander angetreten.
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